Seit 1955 begeistert Rolex seine Kunden mit der GMT Master. Wir haben  das 2019er-Modell „Batman“ des Schweizer Evergreens aus der Nähe betrachtet und den langen Wartezeiten getrotzt. 

Das eine gute Rolex in den Hausstand eines jeden Uhrenliebhabers gehört dürfte weitreichend bekannt sein. Um bestimmte Modelle des Schweizer Luxuslabels zu bekommen werden Liebhaber jedoch oft auf eine harte Geduldsprobe mit langen Wartezeiten gestellt bis die gewünschte Uhr endlich zum eigenen Besitz zählt. So auch bei dem von uns gewählten Modell Rolex GMT Master II, umgangssprachlich auch als „Batman“ bekannt. Die hier angegebene Warte- bzw. Lieferzeit von bis zu 5 Jahren lässt selbst dem geduldigstem Liebhaber einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Künstliche Verknappung?

Die „Geschichte der Verknappung“ ist relativ schnell erzählt. Was in den 80er Jahren durch produktionsbedingte Verzögerungen tatsächlich erstmals auftretende Wartelisten bei den Kunden waren sind heute von Rolex aktiv beeinflusste Produktionskapazitäten im Sinne der Exklusivität. Die hohe Nachfrage nach den begrenzt hergestellten Uhren treibt den Preis neben der unglaublich hohen Verarbeitungsqualität in die allseits bekannten Dimensionen, vom emotionalen Wert ganz zu schweigen.

Zeitloses Design, grandiose Verarbeitung 

1955 präsentierte Rolex zum ersten Mal das Modell GMT Master. Entwickelt und konzipiert für die speziellen Anforderungen von Piloten, unter anderem um die Zeit auf interkontinentalen Flügen in zwei unterschiedlichen Zeitzonen gleichzeitig anzuzeigen.

Knapp 65 Jahre später hat das Folgemodell GMT Master II nahtlos an den Glanz seines Vorgängers angeknüpft und besticht durch eine Cerachrom-Zahlenscheibe mit 24-Stunden Graduierung in den Farben schwarz und blau. Allein die Herstellung der Drehlünette mit einer Cerachrom-Zahlenscheibe dauert laut Rolex stolze 40 Stunden und verlangt den Uhrmachern alles an Präzision und handwerklichem Geschick ab.

Hinter dem Saphirglas und der bekannten Datumslupe findet sich das bekannte, schlichte bzw. cleane Design mit schwarz lackiertem Ziffernblatt. Die Fassung von Chromalight-Indizes und Chromalight-Zeiger in 18 Karat Weißgold selbstverständlich inklusive.

Auch beim Uhrwerk machen die Schweizer keine halben Sachen. So ist die GMT Master II mit dem hauseigenen Manufakturkaliber Perpetual 3285 und 70 Stunden Gangreserve ausgestattet welches von Rolex in Eigenregie entwickelt und hergestellt wird.

Das fünfreihige Jubile-Band mit der Oysterlock-Faltschließe rundet ein außergewöhnliches Gesamtbild ab. Das wird sowohl beim bloßen Betrachten, als auch beim Tragen der GMT Master II deutlich.

Mit 40 Millimetern Durchmesser ist die beliebte Automatikuhr nicht zu dezent und zeitgleich nicht zu „protzig“. Auffallende Blicke von Kennern sind dem Träger aber in jedem Fall sicher.

Wie komme ich an die Uhr?

Rolex listet die GMT Master II „Batman“ auf der hauseigenen Homepage mit einem Verkaufspreis von 8.555,- Euro. Wer sich jetzt schon vergnügt die Hände reibt sollte aber auch die entsprechende Portion Geduld und das nötige Sitzfleisch mitbringen. Knappe 5 Jahre Wartezeit sind im Preis inbegriffen.

Die etwas ungeduldigeren Liebhaber können die Wartezeit verkürzen – mit einem tiefen Griff in die Brieftasche. Dann ist die GMT Master II auf diversen Plattformen und Konzessionären durchaus schneller zu bekommen. Die Preise hierfür dürften sich bei 15.000 – 20.000 Euro einpendeln.

Wert ist sie das aus unserer Sicht allemal.