Unser Gehalt ermöglicht es uns den eigenen Lebensstandard zu finanzieren und uns Dinge zu leisten die uns glücklich machen. Geld allein macht nicht glücklich – aber es lässt beruhigt schlafen. Wie viel Geld braucht man um tatsächlich glücklich zu sein? Das haben Forscher jetzt errechnet. Die Antwort auf die Frage wie viel Gehalt uns wirklich glücklich macht fällt deutlich geringer aus als wir zunächst vermutet haben. 

Das Geld einen unmittelbaren positiven wie negativen Einfluss auf unseren Gemütszustand hat ist vollkommen klar. Ermöglicht uns ein hohes Gehalt Ausgaben für tolle Reisen, Kleidung, Schmuck etc. sind wir grundsätzlich glücklich. Bleibt bei einem geringeren Gehalt jedoch am Ende des Monats kein Geld übrig, oder hat man sogar mehr ausgegeben als vorhanden plagen uns finanzielle Sorgen. Bei der absoluten Höhe des Gehalts trennt sich allerdings die Spreu vom Weizen – Glück ist hier laut den amerikanischen Forschern Daniel Kahneman und Angus Deaton schnell vergänglich.

Glücklicher durch hohes Gehalt?

Ist man nun grundsätzlich glücklicher wenn man mehr verdient als der „Normalbürger“? Ganz klar: nein. Die Forscher begründen dies durch den Zusammenhang zwischen der absoluten Höhe des Gehalts und der damit einhergehenden Verantwortung und Arbeitsbelastung. Bedeutet: wer viel verdient muss deutlich mehr und länger arbeiten und hat weniger Freizeit. Das Privatleben gerät in den Hintergrund, das soziale Umfeld wird vernachlässigt – Dinge die einem Freude bereiten bleiben zunehmend auf der Strecke. Das hat wiederum einen negativen Einfluss auf das persönliche Glücksgefühl. Viel Geld schafft es hier nur kurzfristig den Verlust von Freizeit und sozialen Kontakten zu kompensieren. Auch Belohnungen in Form von Konsum- und Luxusgütern haben nur einen kurzfristigen Effekt und können die steigende Unzufriedenheit nicht vergessen machen.

Glücklicher mit niedrigem Gehalt?

Ist es also deutlich klüger weniger zu verdienen? Die Antwort lautet auch hier: nein. Ein niedriges Gehalt kann ebenso wie ein hohes Gehalt den Gemütszustand negativ beeinflussen, nur auf andere Weise. Freizeit und soziale Kontakte kommen aufgrund der niedrigeren Verantwortung im Job und der geringeren Arbeitszeit nicht zu kurz, was grundsätzlich glücklich macht. Vielmehr kreisen die negativen Gedanken um die nächste Mietzahlung, den Dispokredit oder die längst überfällige Altersvorsorge. Das private Glück kann also auch bei einem niedrigen Gehalt nicht in vollen Zügen genossen werden da teilweise existenzielle Sorgen das persönliche Befinden trüben.

Das ideale Gehalt mit Glücksgarantie

Wie viel muss man also verdienen um am glücklichsten zu sein? Die amerikanischen Forscher haben nachgerechnet und genau das ermittelt. Wer sein Gehalt von 15.000 auf 30.000 Euro verdoppelt erlebt einen wahren Glücksrausch. Verdoppelt man das Gehalt von jetzt 30.000 Euro erneut auf insgesamt 60.000 Euro macht dies immernoch immens glücklich, jedoch nicht mehr so stark als bei der ersten Verdoppelung. Bei einer weiteren Steigerung über 60.000 Euro steigt das Lebensglück laut der Studie nicht mehr weiter an. Die Forscher begründen das dadurch, dass ab einem Gehalt über 60.000 Euro der Verzicht auf Freitzeit, Familie, Freunde nicht mehr durch Geld kompensiert werden kann sondern nachhaltig unglücklich macht.

Wenn Sie also ein Gehalt mit ca. 60.000 Euro haben sind Sie laut den Forschern Kahneman und Deaton am glücklichsten. Das soll allerdings nicht bedeuten das Menschen die darunter oder darüber liegen nicht glücklich sind – denn Glück ist am Ende auch immer die individuelle Interpretation jedes Einzelnen.