Alles hinschmeißen und sich etwas neues suchen – kaum ein Angestellter hatte diesen Gedanken noch nicht. So sehr man sich eine Veränderung auch wünscht: ein Jobwechsel ist eine Entscheidung die wohlüberlegt getroffen werden sollte. Wann sich ein Jobwechsel lohnt? Wir zeigen Ihnen fünf Szenarien . 

Szenario 1: Keine Chance aufzusteigen

Engagierte Mitarbeiter die sich im Sinne der Firma aufopfern und mehr als die vertraglich geregelte Arbeit leisten wollen sich mittelfristig im Unternehmen weiterentwickeln. Was aber tun wenn die Chancen hier gleich Null sind und die Beförderung ausbleibt? Ehrgeizige und talentierte Fachkräfte lassen sich nicht auf ewig in „kleinen, einfachen“ Positionen halten. Sie wollen auf lange Sicht nicht unter Ihrem Potenzial arbeiten. Wenn die Firmenstruktur keine ausreichende Perspektive bietet muss man sich mit Alternativen auseinandersetzen. So gern man auch für die Firma arbeitet – wenn die gewünschte Entwicklungskurve vom Unternehmen nicht abgebildet werden kann wird es Zeit sich eine neue Herausforderung zu suchen. Die eigenen Fähigkeiten lassen sich in einer neuen Firma mit besserer Perspektive ebenso einbringen.

Szenario 2: Keine Motivation mehr

Ein Motivationsloch dürfte jeder schon mal erlebt haben. Kaum ein Arbeitgeber kommt jeden Tag hochmotiviert ins Büro und liefert eine grandiose Topleistung. Kann man sich allerdings für keine Tätigkeit im Job mehr begeistern ist es Zeit zu hinterfragen woran das liegt. Wo ist der Elan und der Spaß geblieben die einen früher motiviert haben? Sind rein berufliche Gründe der Grund für die Lustlosigkeit? Lassen sich die Gründe für die konstante Demotivation ausschließlich auf den ausgeführten Beruf zurückführen ist es höchste Zeit für einen Tapetenwechsel! Wenn Sie 63 und damit kurz vor dem Ruhestand sind können Sie die restliche Zeit in der Firma noch entspannt absitzen. Jüngere Semester sollten sich allerdings um eine Jobalternative bemühen um nicht verbittert in der ungeliebten Tätigkeit zu versauern. Oft reicht schon ein neues Team oder ein neuer Arbeitsplatz um die Motivationsmaschine wieder zur gewünschten Drehzahl zu bringen!

Szenario 3: Schlechtes Einkommen

Geld allein sollte nie der Hauptgrund für oder gegen einen Job sein. Es ist aber trotzdem empfehlenswert zu wissen wie hoch die durchschnittliche Vergütung im ausgeübten Beruf sein sollte. Erhält man bei einer anderen Firma deutlich mehr Gehalt oder ist der aktuelle Job nachweislich schlecht bezahlt besteht Handlungsbedarf. Jedoch sollte der erste Weg zum Vorgesetzten führen um das Gehalt zu reflektieren. Sofern die Arbeitsleistung stimmt ist eine Gehaltserhöhung nicht unwahrscheinlich. Erst im zweiten Schritt sollte der Blick auf die gängigsten Jobbörsen gerichtet werden. Ein finanziell motivierter Jobwechsel lohnt sich in der Regel ab mindestens 5% Gehaltsplus. Die Spanne reicht bei Jobwechseln von 5% bis zu 20% mehr Gehalt, je nach Alter, Qualifikation und Branche. Ein höheres Gehalt sollte aber auch unabhängig von den Motiven für den Wechsel immer realisiert werden.

Szenario 4: Enormer Arbeitsdruck

Der Druck in der Arbeit ist so hoch dass es keine Verschnaufpause zwischen den Stressphasen gibt? Hier ist absolute Vorsicht geboten. Dass es in jedem Job mal etwas härter zur Sache geht ist vollkommen klar. Auch sollte man nicht wegen jeder Kleinigkeit die anstrengend ist das Handtuch werfen. Kristallisiert sich allerdings heraus dass die Druckphasen keine Ausnahme sondern die Regel sind gilt es die Reißleine zu ziehen. Erreicht das Arbeitspensum eine Stufe die auf Dauer nicht abgebildet werden kann ist es Zeit seinen Job zu hinterfragen. Egal welcher Berufs-, Gehalts- oder Leitungskategorie man angehört. Sobald Druck zu körperlicher und mentaler Überlastung führt wird die Gesundheit in Mitleidenschaft gezogen. Höchste Zeit sich einen Job zu suchen der zum eigenen Leistungsvermögen passt.

Szenario 5: Schlechter Teamspirit

Sie haben in Ihrem Team eher ein Gegeneinander als ein Miteinander? Mangelhafter oder fehlender Teamspirit nagt ziemlich schnell an den Nerven und an der Lust innerhalb dieses Teams zu arbeiten. Auch wenn Arbeitszeit verkaufte Lebenszeit ist – ohne einen normales Betriebsklima geht es nicht. Wer am Tag acht Stunden im Büro sitzt verbringt unter der Woche mehr Zeit mit seinen Kollegen als mit seiner Familie. Hier sollte innerhalb des Teams zumindest ein Funken Sympathie und passende Chemie vorhanden sein. Findet man bei den Kollegen keinen Anschluss oder möchte garnicht Teil des Teams sein ist ein Jobwechsel die beste Alternative. Bevor die Abneigung gegen die Kollegen zu schlechter Leistung und Laune führt sollte man lieber einen Neuanfang mit hoffentlich besseren Kollegen wagen. Die Chance auf ein besseres Arbeitsklima mit umgänglichen Kollegen ist den Versuch in jedem Fall wert.

Sales-Jungle Fazit

Egal was letzten Endes den Ausschlag gibt um den Job zu wechseln – ist die Absicht nach reiflicher Überlegung noch vorhanden sollte es an die Umsetzung gehen. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel sollten talentierte Bewerber nicht lange brauchen um den passenden Job zu finden. Dann hoffentlich mit dem passenden Gehalt, einer lukrativen Perspektive und den richtigen Kollegen.