Langweilig dürfte es den Anlegen von SAP im Laufe des Jahres nicht geworden sein. Nach zahlreichen positiven, aber auch negativen Kursentwicklungen scheint sich die Aktie nun zu stabilisieren. Nicht zuletzt der überraschende Rücktritt von CEO Bill McDermott sorgte für einen ordentlichen Kursanstieg. Wir haben den Software-Riesen aus Walldorf unter die Lupe genommen. 

SAP Zahlen, Daten, Fakten

SAP (WKN 716460) ist gemessen am Umsatz in Höhe von 24,71 Milliarden Euro (2018) der größte Software-Hersteller in Europa, im weltweiten Ranking kommt das Unternehmen aus Baden-Württemberg auf einen beachtlichen vierten Rang. Kerngeschäft ist die softwareseitige Abwicklung aller Geschäftsprozesse von Unternehmen in den Bereichen Vertrieb, Controlling, Buchhaltung, Personal, Lagerhaltung u.v.m. Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 131 Milliarden Euro ist die Software-Schmiede zudem fester Bestandteil des DAX und zählt zu den wertvollsten Unternehmen Deutschlands.

Kursverlauf 

Wie eingangs beschrieben hat die SAP-Aktie einen sehr abwechslungsreichen Kursverlauf hinter sich – positiv wie negativ. Das Kurswachstum von 5,9 Prozent (1 Jahr), 37,3 Prozent (3 Jahre) und 82,1 Prozent (5 Jahre) kann sich absolut sehen lassen und entspricht der rasanten Unternehmensentwicklung. Jedoch mussten die Anleger speziell im vergangenen Jahr teils heftige Kursrückschläge hinnehmen. So verlor die Aktie zum Jahreswechsel 2018 / 2019 teilweise bis zu 30 Prozent an Wert. Im Verlauf des Jahres konnte sich die Aktie jedoch deutlich stabilisieren und pendelt aktuell auf einem Niveau zwischen 118 und 122 Euro. Mit einem durchschnittlichen Kursziel von knapp 125 Euro bietet der Titel in jedem Fall noch Ausbaumöglichkeiten für interessierte Anleger.

13 Prozent Umsatzwachstum

Auch wenn die jüngsten politischen Ereignisse wie u.a. der Handelskrieg zwischen den USA und China nicht spurlos an SAP vorbeigegangen sind präsentierte der Konzern mit 13 Prozent Umsatzwachstum starke Zahlen zum Ende des ersten Halbjahres 2019. Auch an den zweistelligen Wachstumsraten beim Gewinn zum Jahresende hält das Management fest – ganz zur Freude der Anleger. Entsprechend sicher dürfte auch in diesem Jahr eine steigende Dividende sein. Besitzer der Aktie können sich auf gut und gerne 1,50 Euro pro Anteilsschein freuen. Mit den jüngsten Geschäftszahlen und einer Dividendensteigerungsrate von derzeit 12 Prozent können die Walldorfer allemal mit breiten Schultern auf der Jahreshauptversammlung ihren Aktionären gegenübertreten.

Milliardenschwere Sonderausschüttungen in 2020

Durch geplante Aktienrückkäufe bzw. Sonderdividenden plant SAP im Geschäftsjahr 2020 ca. 1,5 Milliarden Euro zusätzlich an die Aktionäre auszuschütten. Das Programm untermauert die vom Unternehmen ausgerufene Politik, mindestens 40 Prozent des Unternehmensgewinns an die Aktionäre auszuschütten. Der Softwarekonzern möchte durch die erhöhte Ausschüttung noch attraktiver für Aktionäre werden und nachhaltig den Wert des Unternehmens steigern.

Sales-Jungle Fazit Aktie der Woche: SAP

SAP ist und bleibt ein grundsätzlich spannendes Unternehmen mit großen Wachstumspotentialen, speziell im Hinblick auf das margenstarke Cloud-Geschäft. Für ein kurzfristiges Investment empfehlen wir den DAX-Konzern jedoch nicht. Zu heftig sind die jüngsten Kursschwankungen – vor allem in negativer Hinsicht – ausgefallen. Langfristig interessierte Anleger mit der nötigen Portion Mut und Geduld sollten den Konzern jedoch ins Auge fassen. Der Software-Riese wird auf lange Sicht nicht nur kontinuierlich die Dividende, sondern auch den Kurs weiter steigern.